Episode 01 - Wo sind wir?

Es schien alles wie ein Traum zu sein. Eben war ich doch noch in meinem Zimmer und plötzlich wache ich hier, in einem Wald auf. Es ist dunkel...von überall hör ich merkwürdige Geräusche. Ich hab Angst, ich will nach Hause. Warum hilft mir denn keiner...oder ist das wirklich nur ein Traum? Warum weckt mich dann keiner auf??

Plötzlich erschrak das Mädchen, denn eines der Geräusche kam auf sie zugerannt. >Was...was ist das??< fragte sie leise. Dann beschloss sie, das sie aufstehen sollte. Genau das tat das Mädchen, doch würde der oder die jenige sie nicht so noch mehr sehen? Also versteckte sie sich hinter einem Baum. Auf einmal huschte das Wesen mit der Stimme vorbei. Das Mädchen erkannte es. >Eine Eule...und ich hatte Angst? Lächerlich!< sagte sie frei aus dem Bauch heraus, doch sie zuckte wieder zusammen als sie andere Geräusche hörte.

Nach einigen Minuten des Schocks, nahm sie all ihren Mut zusammen und ging los. Irgendwo muss ja ein Mensch sein, der ihr Helfen konnte! Doch schon nach einer gefühlten Stunde, konnte das Mädchen nicht mehr. Sie blieb stehen und sah sich um. Alles...aber auch alles sah hier gleich aus. Sie drehte sich einmal komplett im Kreis und erkannte, noch weit entfernt, ein Licht. >Wo Licht ist, sind auch Menschen!!< sagte das Mädchen und rannte los.

Angekommen an diesem „Licht“, erkannte das Mädchen, dass dies von einem Haus stammte. >WOW!< sie war überwältigt von dem Anblick, denn es sah eher nach einer Villa aus. Ob sie da rein gehen durfte?? Sie dachte kurz nach, doch als sie wieder die Geräusche hörte, fasste sie den Entschluss, einfach hinein zu gehen. >Wird schon keiner Meckern!< sagte sie und öffnete das riesige Tor.

>Hier drinnen sieht es aus wie in einem Palast!< fand das Mädchen, aber sie hatte ja auch noch nie eine Villa von innen gesehen, geschweige denn, ein Schloss. >Hallo!! Ist hier jemand!! Hallo?? Ich heiße Samantha Ayashi!! Ich hoffe sie schmeißen mich nicht gleich wieder hinaus!! Ich habe Angst im Dunkeln!!< rief das Mädchen durch den Eingang, doch es antwortete ihr niemand. Samantha ging ein paar Schritte auf die Treppe zu, dabei fiel ihre eine Komode, recht neben ihr, auf. Dort lag ein Zettel. „Wir sind gerade außer Haus, James! Sie brauchen deshalb nicht vor Mittwoch hier auftauchen!“ >James? Wer ist das? Klingt wie ein Butler. Hm… Mittwoch? Aber Ist heute nicht schon Donnerstag?< Samantha war ein wenig verwirrt, sah aber sofort einen Kalender und merkte, das die Zeit hier, wo auch immer sie gelandet war, ganz anders gehen würde. >Aber...wenn heut erst Montag ist...dann bin ich hier noch zwei Tage alleine...< Samantha war etwas unwohl bei dem Gedanken, aber so könnte man sie wenigstens nicht rausschmeißen, außer dieser James käme doch eher. Plötzlich überkam Samantha die Müdigkeit, obwohl es bei ihr zu Hause doch Früh am Morgen war. Vielleicht war es diese Dunkelheit der Nacht, die sie Schläfrig machte. Samantha ging die Treppe hinauf und fand ein Zimmer, in dem ein Bett stand. Sie legte sich drauf und schlief sofort ein.

Als Samantha aufwachte, schien ihr die Sonne mitten ins Gesicht. >Uah! Viel zu Hell!!< jammerte das Mädchen und fiel, da sie sich drehte, aus dem Bett. >Aua!!< rief sie auf. Nach ein paar Minuten, in denen sie einfach nur da lag und zur Decke schaute, fragte sie sich wo sie sei. >Ach stimmt ja! In dieser Villa! < sagte sie kurz darauf und stand auf. >So und jetzt muss ich einen Weg finden, wie ich hier wieder weg komme!!< sagte Samantha zu sich und ging hinunter. Kurz bevor sie aus der Tür gehen wollte, hörte sie plötzlich ein Lautes Knurren und dann noch mal! >Hunger!!!< Samantha hielt ihren Magen. >Mal schauen, die müssen ja irgendwo ihre Küche haben!< und mit diesen Worten, ging Samantha auch schon auf Erkundungstour und sie fand wirklich eine Küche. >Obst!!!< rief sie, als sie die vielen Äpfel, Bananen und Birnen sah. >Und ich hatte schon Angst, die hätten hier Essen, das ich nicht kenne!< sagte das Mädchen erleichtert und nahm sich einen Apfel. Während sie genüsslich hinein biss, öffnete sie den Kühlschrank. >WAHNSINN!!!< Die besten Speisen die sie je gesehen hatte.

Nach dem Samantha sich satt gegessen hatte, ging sie wieder zum Eingangsbereich. >So ausgeschlafen und gestärkt! Nun kann es losgehen!!<, - doch in dem Moment leuchtete der Kronleuchter über ihr auf. >Na nu? Was ist das?< fragte Samantha und sah hinauf. >HILFE!!< hörte sie jemanden schreien und als sie einen Schatten in dem Licht erkannte, sprang sie nach hinten. Es gab einen KNALL und das Licht verschwand. Dafür lag ein Mädchen auf dem Boden. >AUU!!!< schrie sie und rieb sich ihren Kopf. >Wo bin ich hier?< fragte sie schließlich und stand auf. >Wenn ich es wüsste, würde ich es dir sagen! < antwortete ihr Samantha. Das Mädchen erschrak sich, schaute Samantha dann aber ins Gesicht. >Samantha Ayashi????< fragte das Mädchen. >Ja! Und wer bist du??< wollte Samantha wissen. >Mein Name ist Madelaine Clain! Ich bin in deinem Jahrgang! < stellte sich Madelaine vor. >Oh, ja ich kann mich erinnern! Du sitzt doch schräg hinter mir am Fenster, oder? < fragte Samantha. >Genau! < entgegnete ihr Madelaine. >Aber... was machst du eigentlich hier, Madelaine? < fragte Samantha nachdenklich. >Das könnte ich dich auch fragen und nenn mich doch bitte Maddy! < antwortete Madelaine ihr. >Ach ich versteh schon, du willst ebenso wie ich wieder nach Hause. Aber ich weiß leider nicht, wie wir das anstellen sollen Maddy! < erklärte Samantha. >Na toll... Und ich dachte, du wüsstest es.< sagte Madelaine genervt. >Wenn ich es wüsste, wäre ich wohl garantiert nicht mehr hier!< entgegnete Samantha ihr patzig. >Da hast du auch wieder Recht!< sagte Madelaine und fing an zulachen. >Aber was machen wir jetzt? < fügte Madelaine hinzu und auf einmal knurrte ihr Magen. >Vielleicht solltest du erstmal was essen?< entgegnete ihr Samantha grinsend. > Vielleicht... ich habe heute noch nichts gegessen!< sagte Madelaine leicht rot. Samantha zeigte Madelaine das ganze Essen und danach machten sie es sich in der Villa gemütlich und überlegten wie sie nachhause kämen.

In einem Tag würde der Buttler zu dieser Villa zurückkehren...
Was er wohl sagen würde, wenn er ein Blauhaariges und Blondhaariges Mädchen hier vorfinden würde?
Die Mädchen hofften, das der Buttler nett sein würde, anderenfalls hätten sie ein großes Problem!...